
Meine Gedanken:
Es ist wackelig auf meinem Surfbrett .Ich liege auf dem Bauch und spüre auf meinem Rücken einen leichten Sonnbrand. Ich öffne meine Augen und setzte mich hin. Die strahlende Sonne an diesem entspannten Nachmittag lässt das schimmernde türkisblaue Wasser zehnmal schöner aussehen als es schon ist. Der weiße Meeresschaum der beim leichten Wellenbrechen entsteht ,streift an meine Hand, als ich sie ins Wasser halte. Ich bin nicht weit entfernt vom Ufer, aber bald sollte ich zurück, obwohl ich noch ein bisschen bleiben möchte. Am Strand sieht man Kinder ,die sich eingraben, und Erwachsene , die sich in der Sonne bräunen. Möwen kreischen über mir und in der Ferne sehe ich Segelboote. Ich will mich gerade wieder auf den Bauch legen bis ich merke, dass ich das Ufer nicht mehr sehen kann. Ich bekomme Panik und weiß nicht was ich tun soll. Noch mehr Panik steigt in mir hoch. Ich will gerade aus Verzweiflung irgendwo hin paddeln, bis mir auffällt, dass immer mehr Wasser auf mich, und neben mich spritzt. Die Strömung ist mittlerweile so Stark, dass ich mich bemühen muss nicht vom Surfbrett runterzufallen. Die Wellen werden größer, genau wie meine Panik. Ich sehe mich nach Hilfe um. Zwecklos. Der Wind kommt auf und auf einmal bleibt mir der Atem weg. Vor mir baut sich eine Welle auf, die so groß wie 5 Elefanten sein könnte. Das hellblaue Wasser und der weiße Meeresschaum baut sich wie eine gebogene Wand vor mir auf. Ich weiß zwecklos ist noch weg zu paddeln. Es ist zu spät. Bevor ich die Augen schließe sehe ich noch ein letztes mal die Welle vor mir brechen. Die besten Erinnerungen steigen in mir hoch sobald ich die Augen schließe. Das letzte was ich spüre, ist wie ich hart von der Welle untergedrückt werde und meine letzte Luft ausstoße.
(Gastbeitrag von Rosalie Wolf)